Dienstag, 11. November 2014

Steckbrief Krappwurzel

Steckbrief Krappwurzel

Einen schönen Steckbrief zur Krappwurzel, dem ich nichts weiter hinzufügen möchte, findet ihr im Pflanzenfarben 2013 Blog von Wiesensalat.



Da ich von der Klatschmohnblütenfärbung übrig gebliebene und schon fertig gebeizte Wolle wollte ich natürlich nicht leigen lassen. Deshalb noch ein wieteres Rezept mit der Krappwurzel:


Orangefärbung mit Krappwurzel auf Zinnbeize


Färberezept (für 200g Wolle):

Anmerkung: Zinn(II)-Chlorid ist ein starkes Bleichmittel! Deshalb ist das Tragen von Handschuhen, Schutzbrille und alter Kleidung anzuraten.

Beize:
6 Liter Wasser auf ca 40°C erwärmen.
6g gemahlenen Weinstein und 6g Oxalsäure in 200ml heißem Wasser auflösen und dem erwärmten Wasser zugeben. Gut umrühren.
6g Zinn(II)-Chlorid in 200ml heißem Wasser auflösen und ebenfalls dem erwärmten Wasser zugeben.
Die saubere und feuchte Wolle in das Beizbad geben und die Temperatur langsam bis auf 90°C erhöhen. Diese Temperatur für 1 Stunde halten (zwischenzeitlich die Wolle immer mal wieder bewegen) und anschließend etwas abkühlen lassen.
Die gebeizte Wolle entnehmen und in warmen Wasser mit Seife waschen und anschliessend gut spülen.


Färbung:
200g geschnittene Krappwurzel und 100g Weizenkleie 24 Stunden in ausreichend Wasser einweichen lassen. Den Färbetopf mit genügend Wasser befüllen (soviel, daß nach Zugabe des Farbstoffsuds die Wolle gut darin schwimmen kann). Die eingeweichte Krappwurzel (und Weizenkleie) in ein Tuch abseihen, zuknoten und in dem Färbebad gut durchkneten. Den abgeseihten Farbstoffsud dem Färbebad zugeben. Den Beutel mit den Krappwurzeln während der Färbung im Färbebad belassen. Die gebeizte und feuchte Wolle in das Färbebad legen, die Temperatur bis auf 65°C anheben und für 1 Stunde halten. Zwischenzeitlich die Wolle immer mal wieder bewegen. Die Färbeflotte mit der Wolle abkühlen lassen, die Wolle entnehmen und gut spülen, anschließend trocknen lassen.



Anmerkung:
Die Färbung erscheint auf meinem Bildschirm extrem leuchtend, das entspricht nicht ganz der Realität.


Grüße
Stefan

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