Montag, 25. August 2014

Färben mit dem Samtfußkrempling

Der Samtfußkrempling ist einer der Pilze, die nur für Färber interessant sind.


Samtfußkrempling

Jetzt, wo es wieder viele Pilze in den Wäldern gibt, bin ich welche sammeln gegangen und habe den Großteil davon für den Winter getrocknet. Sie sind NICHT essbar.



Da ich dann aber keinen Platz mehr hatte, wanderten die restlichen frischen Pilze, damit sie nicht verderben, in den Färbetopf. Normalerweise trocknet man Pilze immer fürs Färben, damit man dann auch das Verhältnis zwischen Wolle und Pilz bestimmen kann. Ich kann daher dazu keine Angabe machen.

Ich habe die Pilze eine Stunde ausgekocht und dann abgeseit. Die kaltgebeizte Wolle kam dann für eine weitere Stunde in die Färbeflotte.

Färbeflotte mit Pilzen
Wolle des 1. Zugs - noch ist sie "rot".

Nach dem ersten Zug habe ich den pH-Wert mittels Essigessenz geändert.

Im Uhrzeigersinn: 1., 3. und 2. Zug

Und dieses sind die Ergebnisse - etwas blass, aber ich habe auch 700g Wolle mit etwa 10 Pilzen gefärbt. Zum Gewicht kann ich wie oben beschrieben nichts sagen.


Damit hat nun für mich die Färbesaison (wenn auch sehr spät) angefangen.

Liebe Grüße
Anne

Dienstag, 19. August 2014

Gruppe "Baumwolle" - Zwischenstand

Ihr Lieben,

ich wollte mal anfragen, wie es bei Euch steht. Die meisten Pflanzen konnten ja schon oder können jetzt geerntet und verfärbt werden...

Habt Ihr Euer Garn erhalten? (ich warte gerade noch...)
Habt Ihr schon gefärbt oder seid mit Eurem Zeitplan im Soll?



Was meine Ligusterfärbung betrifft möchte ich diese Woche experimentieren um gegebenenfalls noch nach einer anderen Farboption suchen zu können. Und dann hoffe ich, dass mein Garn bald kommt :)

Viele farbenfrohe Grüße
Laura

Sonntag, 3. August 2014

Alaunbeize weiter verwenden

In der Literatur lese ich immer wieder, dass die Alaunbeize nach einmaliger Verwendung erschöpft sei.

Aber da auch die Kaltbeizen mehrfach verwendet werden können, habe ich daran gezweifelt.

Und da ich grundsätzlich daran interessiert bin, Rohstoffe, besonders wenn diese begrenzt sind, möglichst sparsam einzusetzen, wollte ich testen, ob die Beize wirklich nicht mehr zu gebrauchen sei.

Das habe ich im Zuge der Projektfärbung mit ausprobiert.

Das Kilo Wolle für die Projektfärbung habe ich kalt, besser balkonwarm im Hochsommer, 14 Tage lang gebeizt, dabei gelegentlich bewegt. Dass diese Methode keinen großen Unterschied zum kochend Beizen macht, hatte ich ja bereits ausgetestet und hier beschrieben.
Dazu hatte ich auch einen meiner kleinen Teststränge gelegt.

Nun wollte ich mit dieser Beizflotte ausprobieren, ob diese tatsächlich wirkungslos oder -ärmer geworden ist.

Ich habe einen weiteren Teststrang in einen Teil der Beizflotte eine Stunde gekocht.

Das Verhältnis entsprach etwa 2:1, also als hätte ich im 2. Zug die Hälfte der Wollmenge des 1. Zuges verwendet.

Beide Stränge habe ich dann bei der Projektfärbung Goldrute im 2. Zug mitgefärbt.

Links im 1. Zug gebeizt, rechts das im 2. Zug gebeizte. Im Original kann ich keinen Unterschied erkennen, auf dem Foto hier ist schon ein wenig Unterschied zu erahnen. Auch beim Spülen konnte ich keinen Unterschied ausmachen. Eventuell leidet die Lichtechtheit, das konnte ich noch nicht testen. 

Auf jeden Fall habe ich die  Beizflotte nicht weggeschüttet, sondern diese schon weiter verwendet für meine Experimente, über die ich noch berichten werde...

Viele Grüße!

Katja